Schaubildarbeit – mit Schaubildern lernen

Lernen besteht in einem Erinnern von Informationen, die bereits seit Generationen in der Seele des Menschen wohnen.  (Sokrates)

mit Schaubildern lernen, die spielerische Darstelung des Lebens

Jedes Kind ist von Natur aus neugierig und von Grund auf bestrebt zu lernen und seinen Erfahrungsschatz zu erweitern. Kinder, die frisch zur Schule gehen, antworten auf die Frage, „ob sie denn gerne zu Schule gehen“, nahezu alle mit „Ja“. Einige Jahre später wandelt sich das Meinungsbild der Schüler über den Lernort Schule relativ stark. Die Schüler, die dann noch die gleiche Frage mit „Ja“ beantworten, sind dann eindeutig in der Minderzahl.
Ken Robinson berichtet in seinem Film: „Alphabet“ über eine Langzeitstudie zum Thema „Unangepasstes Denken“. „Unangepasstes Denken“ – die Fähigkeit, möglichst viele Antworten auf die gleiche Frage zu finden – ist eine wichtige Voraussetzung für Kreativität. 1500 Menschen wurden getestet. Im Alter von 3-5 Jahren erreichten 98% der Kinder das Niveau „genial“. Im Alter von 8-10 Jahren erreichten dieses Niveau nur noch 32% und im Alter von 13-15 Jahren nur noch 10%. Auch 2500 Erwachsene im Alter ab 25 Jahren wurden getestet. Hier erreichten das Niveau „genial“ lediglich noch 2%!

Dies zeigt: „98% der Kinder kommen hochbegabt zur Welt. Nach der Schule sind es nur noch 2%!“ – Da geht also einiges unterwegs verloren!

Zur Verbesserung dieser traurigen Bilanz gibt es jedoch ganz einfache und natürliche Lösungen!

Im Kern geht es darum, diese von Natur aus vorhandene Fähigkeit des natürlichen Lernens zu erhalten.

Maßgebende Impulse setzt hier die Schetinin Schule in Russland, welcher 1998 die UNESCO den Titel „Beste Schule der Welt“ verlieh. Kinder lernen dort den Schulstoff von 11 Jahren in einem Jahr. Was im ersten Moment unglaublich klingt, ist jedoch belegte Tatsache. Hinzu kommt, dass das Lernen dort gleichzeitig noch Spass und Freude macht.
Von dieser Schule inspiriert, entstanden nun erste Schulen auch im deutschsprachigen Raum. Impulsgebend sind hierbei das Lais.Institut in Klagenfurt und die Weinbergschule in der Nähe von Salzburg.
Viele neue Initiativen, Schulen und Lerngruppen entstehen. Auch bestehende Schulen knüpfen wieder an die Fähigkeit des Menschen an, natürlich und begeistert zu lernen.

Schaubildarbeit

Ein wesentlicher zentraler Teil des natürlichen Lernens für Kinder ab dem 10. Lebensjahr besteht in der Weitergabe von Schaubildern.

Schaubildarbeit ist die spielerische Darstellung des Lebens.

Das Besondere der Schaubildarbeit

Um einen wesentlichen Aspekt der Schaubildarbeit zu verstehen, ist es wichtig die Wirkung von Bildern und Gefühlen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Fähigkeiten und Wissen zu betrachten.

Aus der Hirnforschung ist seit langem bekannt, dass Informationen und Fähigkeiten dann am leichtesten und dauerhaftesten gespeichert werden, wenn diese gleichzeitig mit Gefühlen verbunden sind bzw. mit diesen verknüpft werden. Also kurz gesagt heißt das, dass das was ich mit Begeisterung lerne, lerne ich am leichtesten und dauerhaftesten.
Das, was ich lerne, weil ich lernen muss, kann zwar auch kurzfristig abspeichert werden, geht jedoch dann auch schnell wieder als „uninteressant“ und „für das Leben irrelevant“ verloren.

Wissen, das mit viel Freude und Motivation erlebt wird, wird am leichtesten gelernt und am langfristigsten abgespeichert.

Motivation – das Streben des Menschen nach wünschenswerten Zielen

Bei der Beschreibung von Bildern wird häufig der Begriff „Motiv“ verwendet. Man spricht zum Beispiel auch von einem schönen Motiv. Ich bin also dann motiviert, wenn ich ein Motiv – also ein Bild – vor Augen habe.

Motivation entsteht, wenn ich etwas für mein Leben sinnvoll erachte, und ich mich dadurch glücklich fühle.
Glück entsteht vor allem dann, wenn sich etwas richtig anfühlt, und das geschieht genau dann, wenn etwas meinen Werten und Fähigkeiten entspricht. Die Werte und Fähigkeiten eines Menschen sind so vielfältig wie der Mensch selbst und gleichzeitig unterliegen diese einer zeitlichen Veränderung und sind somit sehr individuell.

Es liegt somit auf der Hand, dass z.B. ein vorgegebener Lehrplan niemals für alle Menschen zur gleichen Zeit passen kann. Diejenigen Menschen, die von Natur aus eine relativ gute Übereinstimmung mit den Vorgaben haben, kommen sehr gut mit diesen zurecht. Während dessen andere Menschen, die andere Werte und Interessen haben, sich damit sehr schwer tun.

Motivation und Freude entsteht, wenn sich etwas richtig und sinnvoll anfühlt.

Wann fühlt sich etwas richtig und sinnvoll an?

Richtig und sinnvoll fühlt sich dann etwas an, wenn ich einen Nutzen für mein Leben sehe, wenn es meinem Lebenssinn entspricht und wenn ich die Zusammenhänge erkenne, in denen das Erlernte alles sinnvoll sein kann. Wenn ich z.B. Vokabeln für eine Sprache lerne, von der ich nicht weiß, ob ich diese Sprache jemals benötige und meine Motivation lediglich darin besteht, eine gute Note zu schreiben, dann ist das Lernen nicht sehr effektiv und nachhaltig.

Jeder Mensch besitzt eine für ihn eigene Kreativität, Erfindergabe und Schöpferkraft.

Erst wenn ein Mensch Zugang zu seiner eigenen Inspirationsquelle hat und diese einsetzten kann, hat er das Gefühl der Richtigkeit und der Sinnhaftigkeit.

Zugang zur Kreativität und Intuition

Das menschliche Gehirn kann man in zwei Bereiche unterteilen. Im hier eingefügten Video werden diese beiden „Gehirnhälften“ auf lustige Weise dargestellt.

 

Die eine Seite des Gehirns ist der analytische Bereich, unser logischer und rationaler Verstand. Der andere Bereich ist der kreative und emotionale Bereich. Nun gibt es noch den 7. Sinn, den wir Intuition nennen. Von Intuition sprechen wir, wenn wir Zugang auf den kreativen Bereich unseres Bewusstseins haben, der uns neue Ideen oder Erkenntnisse liefert. Wenn man Menschen untersucht, die gerade in diesem sogenannten intuitiven Bereich tätig sind, dann kann man feststellen, dass diese beiden Gehirnareale in gleicher Weise aktiv sind. Man spricht auch von einer „Synchronisation der Gehirnhälften“. In diesem Zustand hat der Mensch mit seinem Bewusstsein Zugang zu seinem unbewussten Wissen.

Schaubildarbeit verbindest diese Bereiche in optimaler Weise. Bildhaftes und emotionales Arbeiten aktiviert die rechte Gehirnhälfte, logisches Denken und das Erarbeiten von Wissen die linke. Somit sind beide Bereiche optimal aktiv.

Wissensübertragung

Messungen zeigen, dass jeder Mensch elektromagnetische Felder aussendet, die ebenfalls von anderen Menschen empfangen werden können. Diesen Feldern – die auch Informationen übertragen können – ist auch das sogenannte Phänomen der Gedankenübertragung zuzuschreiben. Ich kenne keinen Menschen, der damit nicht schon selbst seine eigenen Erfahrungen gemacht hat.

Es gibt zwar Menschen, die sagen, dass dies auch Zufall sein kann. Die Häufigkeit der vorkommenden Ereignisse und die Ergebnisse der neueren Forschungen ergeben jedoch, dass tatsächlich Informationen über Felder übertragen werden.

Genau dieser Übertrag geschieht dann, wenn Menschen sich miteinander verbunden fühlen.

Kurz zusammengefasst heißt das, dass Erkenntnisse und Wissensweitergabe dann am besten funktionieren, wenn rationaler und emotionaler Bereich gleichsam aktiv sind und Menschen ihr Wissen im persönlichen Kontakt miteinander teilen.

Soziales Miteinander

Der wichtigste Aspekt der Schaubildarbeit ist das soziale Miteinander. Es ist nun selbstredend, dass sich die oben genannten Aspekte nicht in einem unharmonischen, konfliktbehafteten Umfeld gestalten lassen. Daher liegt ein wichtiger Aspekt der Schaubildarbeit in der Entwicklung der Persönlichkeit. Konflikte und Streitigkeiten entspringen aus einem Mangel an Verhaltensmöglichkeiten der betroffenen Personen, eine Situation harmonisch und friedlich lösen zu können. Daher ist es wichtig, ein Umfeld zu schaffen, in dem diese Verhaltensmöglichkeiten erlebt und erlernt werden können.

Persönlichkeitsentwicklung und Soziales Miteinander sind eine wichtige Grundlage für das was man Synchronisation einer Gruppe nennen kann. Synchronisation ist das, was dann auf natürliche Weise geschieht.

Ein schönes anschauliches Beispiel ist die Synchronisation von 64 Metronomen. Im nachfolgenden Video stehen 64 Metronome auf einer gemeinsamen Grundplate die schwingend gelagert ist. Sie stehen sozusagen auf einem gemeinsamen Schaukelbrett.

Dieses Beispiel der mechanischen Welt, kann auf die mentale Welt übertragen werden. Schwingen Menschen auf einer mentalen Ebene gleich, wird Wissen fast wie wie von selbst und ohne Anstrengung übertragen. Synchronisation ist somit ein wichtiger Aspekt für Wissensosmose.

Die wesentlichen Aspekte der Schaubildarbeit

Es gibt also 7 wichtige Aspekte, die für schnelles und erfolgreiches Lernen grundlegend sind:

  1. Wissen und Erkenntnis muss in einem positiven emotionalen Zustand erworben werden.
  2. Rationale und emotionale Gehirnbereiche müssen in gleicher Weise aktiv sein.
  3. Es muss eine positive, harmonische und liebevolle Beziehung zwischen Lernenden und Lehrenden bestehen.
  4. Der Lerngegenstand muss als sinnvoll erkannt werden und sich den persönlichen Interessen des Lernenden anpassen können.
  5. Das Wissen wird durch aktives Tun, Gestalten und Experimentieren erworben.
  6. Jeder Lernende erfährt sich als einen wichtigen Teil des Lernprozesses.
  7. Es muss eine Atmosphäre der Fehlerfreundlichkeit bestehen, da Fehler als besondere Gelegenheit zum Lernen eine große Rolle spielen.

All diese Aspekte lassen sich durch die Schaubildarbeit realisieren.


 

Einblicke ins Schaubildseminar zum Thema „Geld“

Das Erarbeiten von Wissensinhalten mit Schaubildern folgt einer natürlichen Abfolge. Der Begriff Mathematik stammt aus dem griechischen und bedeutet „die Kunst des Lernens„. Somit ist es naheliegend, dass es wichtig ist diese Kunst in ihrem eigentlichen Sinne zu verstehen. Aus dem Verständnis hieraus erschließt sich eine logische und natürliche Abfolge der Fächer.

Eine der größten Lernblockaden stellen unverstandene Worte und Begriffe dar. Wenn man betrachtet, dass bereits zu Schulbeginn jedes Kind eine unterschiedliche Vorerfahrung mitbringt und somit Lerninhalte schneller oder langsamer an das bereits vorhandenes Wissen anknüpfen kann, lässt sich leicht absehen, dass eine zentrale Wissensvermittlung über eine einzelne Lehrkraft niemals alle Schüler gleichsam gerecht werden kann. Zu Beginn der Schule lässt sich diese Tatsache noch relativ leicht kompensieren, da für jeden Schüler noch genügend Spielraum besteht sein eigenes Tempo zu wählen. Spätestens ab der Mittelstufe, wenn die Wissensinhalte stärker getaktet und in Einzelteile zerlegt werden, nehmen diese Lernblockaden stark zu.

Dies ist auch sehr verständlich, da sich an eine vorhandene Verständnislücke automatisch weitere Lücken in der Folge anfügen, wenn die bereits vorhandenen nicht erkannt und geschlossen werden. Der hinzukommende Notenstress trägt dann zusätzlich noch dazu bei, dass das Lernen erschwert stattfindet – wie bereits oben beschrieben.

Somit sind ein lückenloses Verständnis der Wissenszusammhänge und deren Verknüpfungen unerlässlich. Gleichzeitig kann auch die individuelle Art des Lernens nur dann gewährleistet werden, wenn es mehr Wissende als Unwissende gibt. Somit ist es unabdingbar, dass Schüler nicht nur „die Kunst des Lernens“ lernen sondern auch insbesondere „die Kunst des Lehrens“. Hinzu kommt, dass „das Erklären eines Wissensinhaltes“ eine der intensivsten Formen des Lernens darstellt.

natürliche Abfolge der Fächer (1)

Es ist naheliegend, dass in einem – wenige Tage dauernden – Schaubildseminar nicht alle Wissensgebiete bearbeitet werden können. Daher bearbeiten wir exemplarisch Themengebiete die für alle Teilnehmer interessant sind und eine Bedeutung in ihrem Leben haben. Das Thema „Geld“ ist alleine dadurch schon sehr spannend, da es sich durch mehrere Wissensbereiche hindurch zieht. Im Beispiel der oberen Abbildung beinhaltet es die Bereiche Mathematik, Geschichte, Wirtschaft, Politik und Soziologie.

Hast Du Dich schon mal gefragt, was Geld und Leben gemeinsam haben? Im Schaubildseminar zum Thema „Geld“ begaben wir uns auf die spannende Reise durch die Zeit. Vom Ursprung der Entstehung des Geldes bis zu seiner Bedeutung Heute und wir blickten in die Zukunft und gestalteten unsere Visionen. Wir entdeckten die emotionalen finsteren und freudvollen Seiten des Geldes und deren Sinn.

Schaubild zum Thema Geld

Keinem von uns war zu Beginn klar, was alles in Laufe unseres spielerischen Arbeitens zum Vorschein kommen würde. Umso mehr waren alle am Staunen wie sich am Ende all die gesammelten Puzzlestücke zu einem kleinen Kunstwerk zusammenfügten. Bei der Übergabe erweckte das inhaltsreiche und faszinierende Bild die Motivation der Zuschauer die am liebsten selbst sofort in dieses Thema eingestiegen wären.

Gruppenfoto (2)

Einblicke ins Schaubildseminar zum Thema „Lebensgrundlage(n)“

Schaubild Lebensgrundlage

 


Schaubildarbeit live erleben

Wenn Sie Schaubildarbeit live erleben möchten, können Sie sich hier zum nächsten Kurs anmelden.

Das Schaubildarbeit-Seminar findet am Wochenende
in der Zeit vom Freitag-Abend bis Sonntag-Mittag,
in Heidelberg-Schriesheim, Porphyrstraße 2, statt.

Freitags; 17:00-20:30h
Samstag; 10:00-18:00h
Sonntag; 10:00-14:00h

Neue Termine folgen in Kürze

Inhalte

  • Einführung in die Schaubildarbeit als Basis für natürliches Lernen
  • Erstellen von Schaubildern
  • Erarbeitung und Darstellung konkreter Lerninhalte in Schaubildern
  • Kennenlernen des gesamten Prozesses der Schaubildarbeit, von der Übergabe bis zur Weitergabe
  • Gruppenstruktur – Miteinander in Beziehung kommen
  • Persönlichkeitsentfaltung als wesentliches Element für natürliches Lernen
  • Kennenlernen von Möglichkeiten zur Gestaltung eines entspannten Umfeldes

Anleiter

Ludger und Steffi3

Ludger und Stefanie Feuerstein
Schaubildbegleiter der Weinbergakademie (Richard Kandlin),
Studenten der Weinbergpädagogik und Absolventen der Lais-Module I,II,IV

Kosten: 200€ / Teilnehmer
mindestens 8 Teilnehmer – maximal 16 Teilnehmer
keine Voraussetzungen.

Anmeldung oder Reservierung für zukünftige Termine

per Tel.: 06227-4819200

oder über dieses Formular:

Ja, ich habe Interesse an diesem Seminar und bitte um Reservierung eines Seminarplatzes.

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